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Die 56. Ausgabe (2018), vorgestellt bei der Adventsfeier in Selsingen:

"De Sood": Neue Ausgabe erhältlich

Die Kirche in Kuhstedt wurde in diesem Jahr 125 Jahre alt.
Foto: Beyer

SELSINGEN. Der Heimatbund Bremervörde-Zeven hat zur Adventsfeier in Selsingen sein 64-seitiges Jahresheft „De Sood" vorgestellt. Neben Informationen zum Vereinsgeschehen befassen sich in der 56. Ausgabe 17 Autoren in 21 Beiträgen mit heimatkundlichen Themen aus dem Gebiet des früheren Kreises Bremervörde. Unter der Regie des Trios Ewald und Hella Albers sowie Jürgen Behn sind abwechslungsreiche Geschichten mit vielen Bildern zum Druck gekommen.
Das Titelbild lieferte Ernst Bayer zu seiner Darstellung über die Erlöserkirche in Kuhstedt, die vor 125 Jahren gebaut wurde. Mit der Frage „Wer war lütt Hanni?" bewegt sich Jürgen Behn auf der Spur des amerikanischen Kunstmalers Eric Pape, über dessen Bild der Spinnerin von Zeven in der letztjährigen Sood-Ausgabe berichtet wurde. Hella Albers stellt dazu fest, dass Eric Pape in San Francisco Nachkomme von zwei Zevener Einwanderern war: Sowohl Papes Vater als auch Mutter sind in Zeven geboren und aufgewachsen. Die 1889 gemalte Spinnerin war Papes 16 Jahre alte Cousine Dora Buck in Zeven.
Unterricht im Freien
Rolf Kliemann aus Kirchgellersen befasst sich mit der Entstehung des Wistedter Flurnamens Hofkoh. Dieter Borchers hatte für 1945 bei seiner Suche nach historischen Filmaufnahmen in Oldendorf Erfolg. Hermann Poppe schildert im Wilstedter Moor einen Unterricht unter freiem Himmel. Heinrich Fricke beschreibt, wie der Kartoffelkäfer 1946 sein Heimatdorf Wistedt erreichte.
Ewald Albers untersucht den Zusammenhang von Gebäuden in Zeven-Aspe mit der Feldmark Wistedt. Er beschreibt für 1700 auch das Leben auf dem Jahrmarkt in Gyhum. Wolfgang Millert erfuhr, warum im Zweiten Weltkrieg ein „Mehrzweck-Behelfsbau" in Klein Meckelsen landete. Er erinnert auch an die langjährige Sood-Autorin Hermine Albers aus Zeven, von der zwei Beiträge gedruckt wurden. Hinrich Roose beschrieb ein Ze-vener Weihnachtsfest um 1865.
Katharine Dücker aus Basdahl erhielt den Abschiedsbrief des 1944 zum Tode verurteilten Peter Wrieden. Rolf Kalkstein geht Wetterkapriolen vergangener Jahrhunderte nach. Heinrich Krankenberg ermittelte in der Mitte des 19. Jahrhunderts die Dorfeingesessenen Hipstedts.
„De Sood" im Buchhandel
Willi Tödter aus Godenstedt beschreibt das Mühlenwesen entlang der Oste und stellt auf Plattdeutsch fest: „Radfürn is gefährlich." Dr. Oswin Rutz aus dem bayrischen Ruhstorf hat den letztjährigen Aufsatz über die Mergelkuhle in Godenstedt genutzt, um Informationen über Mergelkuhlen in Norddeutschland zu sammeln.Ruud Witte geht Verbindungen des niederländischen Königshauses mit Deutschland nach. Außerdem berichtet er für 2018 über das Geschehen im Heimatbund.
Alle Mitglieder des Heimatbundes bekommen „De Sood" kostenlos. Daneben ist die neue Ausgabe für fünf Euro zu erwerben im Zevener Lesezeichen oder bei Wischhusen sowie bei Ehlen in Sittensen oder beim Schriftleiter Ewald Albers in Zeven. (al)
ZZ 10.12.2018

 

Die 55. Ausgabe (2017), vorgestellt bei der Adventsfeier in Selsingen:

Auf den Spuren der Papes
Ewald Albers ist seit 25 Jahren Schriftleiter von „De Sood"

Ewald Albers präsentiert stolz das Heft Nr. 55 „De Sood" des Heimatbundes Bremervörde-Zeven.
Foto: Millert

ZEVEN. Im Jahr 1992 übernahm Ewald Albers aus Zeven die Schriftleitung der Mitteilung des Heimatbundes Bremervörde-Zeven „De Sood" von Hans-Hermann Intemann, ebenfalls Zeven. Der hatte dieses Amt 15 Jahre wahrgenommen. Mit 19 Autoren, 80 Seiten Umfang und Vierfarbigkeit im Inneren hat die diesjährige Ausgabe einen neuen Höhepunkt seit dem Erscheinen des ersten „De Sood" im Januar 1966 erreicht. Damals lag die Verantwortlichkeit bei Karl Kraake aus Elm.

Die 55. Auflage ist eine kleine „Jubiläumsausgabe" geworden, in die sich Ewald Albers und Tochter Hella verantwortlich eingebracht haben.
Sohn Wilko kümmert sich um den technischen Teil, unter anderem mit der Reproduktion von Bildmaterial.
Mutter Hermine, die in der Vergangenheit viele Beiträge verfasst und als „Lektorin" mithalf, hat noch zwei letzte Beiträge dazu beigetragen. Im August dieses Jahres mussten sich die Familie Albers und der Heimatbund von ihr für immer verabschieden.
Im aktuellen Heft beschreibt Jürgen Behn den amerikanischen Maler, Graveur, Bildhauer und Lehrer Eric Pape (1870-1938), dessen Eltern von Zeven nach Amerika ausgewandert waren. Das Titelbild des Sood zeigt eine junge Spinnerin in Zevener Tracht.
Im weiteren Verlauf wird die Herkunft der Papes beschrieben. Die Zevener Kindheit vor 150 Jahren wird beschrieben. Ehepaar Schuback hat dazu Unterlagen des 1851 in Zeven geboren Hinrich Friedrich Roose hervorgesucht.
Ein anderes Kapitel befasst sich mit der Zevener Kleinbahn über die WZTE und EVB bis hin zu den Eisenbahnfreunden. Dieter Borchers berichtet über Filmaufnahmen, die 1946 in Oldendorf gemacht wurden. Ebenso schreibt er über ein Großfeuer auf dem einstelligen Hof Bokel bei Bevern.
Von ehemaligen Abendvisiten in Wistedt berichtet Heinrich Fricke, daran schließt Ewald Albers seine Recherchen über das Hofschwein aus dem selben Ort an. Der Wistedter Ruud Witte widmet sich dem Thema Niederländer, Holländer und Deutsche.
Hermann Poppe und Hermann Burfeind beschreiben das Wilstedter Moor, das mit gleichnamigem Ortsteil ein Stück des Teufelsmoores war. Willi Tödter befasst sich mit den Godenstedter Ostebrücken vor 1800 bis heute. Ebenso schreibt er über die dortige Mergelkuhle.
die Herkunft der Papes be­schrieben. Die Zevener Kindheit vor 150 Jahren wird beschrieben. Ehepaar Schuback hat dazu Unterlagen des 1851 in Zeven geboren Hinrich Friedrich Roose hervorgesucht.
Ein anderes Kapitel befasst sich mit der Zevener Kleinbahn über die WZTE und EVB bis hin zu den Eisenbahnfreunden. Dieter Horchers berichtet über Filmaufnahmen, die 1946 in Oldendorf gemacht wurden. Ebenso schreibt er über ein Großfeuer auf dem einstelligen Hof Bokel bei Bevern.
Von ehemaligen Abendvisiten in Wistedt berichtet Heinrich Fricke, daran schließt Ewald Albers seine Recherchen über das Hofschwein aus dem selben Ort an. Der Wistedter Ruud Witte widmet sich dem Thema Niederländer, Holländer und Deutsche.


Hermann Poppe und Hermann Burfeind beschreiben das Wilstedter Moor, das mit gleichnamigem Ortsteil ein Stück des Teufelsmoores war. Willi Tödter befasst sich mit den Godenstedter Ostebrücken vor 1800 bis heute. Ebenso schreibt er über die dortige Mergelkuhle.
Hermine Albers hat Aufzeichnungen über das Südschiff der Zevener Kirche hinterlassen und betrachtet die Entwicklung der plattdeutschen Sprache in der Heimat bis hin ins amerikanische Cole Camp.
Inge Refinger berichtet, dass sie bei ihrer Konfirmation erstmals "een lange Büx" anziehen durfte. Natürlich fehlen nicht interessante Berichte aus dem Nordkreis. Dazu gehören der Basdahler Bahnhof, das adelige Gut Frelsdorfermühlen, die Kuhstedter Schule bis 1927, Verkoppelung von Hipstedt. Kathrin Dücker aus Basdahl gibt eine plattdeutsche Geschichte ihres Großvaters Friedrich Stubbe, der in Grafel und Volkmarst Lehrer war, zum Besten.

„De Sood" Nr. 55 wurde am gestrigen Sonnabend, 9. Dezember, bei der Adventsfeier des Heimatbundes im „Selsinger Hof" vorgestellt und an die Vereinsmitglieder kostenlos abgegeben werden.
Zu bekommen ist diese erneut gelungene Zusammenstellung heimatkundlicher Geschichte und bemerkenswerter Begebenheiten für sechs Euro bei der Zevener Buchhandlung „Lesezeichen" in der Langen Straße, beim Buchhandel Ehlen in Sittensen und bei der Bremervörder Zeitung. (MI)

Die Autoren des Heftes Nr. 55:

 

 

Textausschnitte aus verschiedenen Ausgaben,
die
alle noch gekauft werden können.
erhältlich bei: Ewald Albers Sanddornweg 8, 27404 Zeven
Tel. 04281 34 21

Vorstellung der De Sood - Ausgabe Nr 54 im Sonntagsjournal vom 04. Dezember 2016

Vorstellung der De Sood - Ausgabe Nr 53 im Sonntagsjournal vom 06. Dezember 2015

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Appetithappen Nr. 7 aus „De Sood" Nr. 35

Die Zevener

St.-Viti-Kirche

vor dem Abbruch gerettet

Foto: Hase-Denkmal am Künstlerhaus in Hannover wikipedia

von Ewald Albers, Zeven
Vor 125 Jahren wurde die Zevener St.-Vitus-Kirche vor dem Abbruch gerettet; unsere Generation freut sich, daß der schöne romanische Sakralbau erhalten hlieb und unverändert Schmuckstück der Stadt Zeven ist.

Dabei schienen die Tage des in den Jahren 1141-1150 errichteten Zevener Wahrzeichens zu Beginn der sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts gezählt. Der seit 1862 im Flecken Zeven amtierende Pastor Adolph Wilhelm August Kottmeier (Er war vorher Rektor der Lateinschule in Buxtehude gewesen und wurde im Jahr 1874 Superintendent in Rotenburg.) stellte schon am 31. März 1864 in einer Eingabe an das Königliche Amt Zeven fest, daß sich die Kirche in einem äußerst schlechten baulichen Zustand befinde. (...)

Pastor Kottmeier beantragte deswegen den Abriss der zu kleinen, baufälligen Kirche und Neubau einer größeren Kirche in neuem Stil (das war zu der Zeit neugotisch).

(...) Im damaligen Konsistorialbaumeister Hase in Hannover fand sich ein eifriger Befürworter der altehrwürdigen romanischen Kirche in Zeven. Zusammen mit Kottmeier verfolgte er sehr bald den Plan, das Gotteshaus bei der anstehenden Renovierung so zu erweitern, dass eine größere Zahl neuer Sitzplätze geschaffen werden könnte.

Der Krieg von 1866 und die Annektion des Königreiches Hannover durch Preußen verzögerten die Verhandlungen nur für kurze Zeit. Hase und sein Mitstreiter Kottmeier beseitigen in den Jahren 1868 und 1869 die letzten Hindernisse auf dem Weg, die romanische Kirche zu erhalten. Der Krieg von 1870/71 brachte zwar wieder eine Unterbrechung. Doch für das Jahr 1872 wurden die Renovierungsarbeiten genehmigt und in Auftrag gegeben. In der "alten" Kirche fand (...)

Weiter geht es in „De Sood“ Nr. 35,
Dezember 1997; Seite 5.

über Conrad Wilhelm Hase

 

 


Appetithappen Nr. 6 aus „De Sood" Nr. 35


Zevener Porzellan

1997 beschäftigte sich Luise Del Testa mit der Zevener Porzellanproduktion:

… Die Bauarbeiten zogen sich bis ins Jahr 1923 hin. Ursprünglich waren drei Brennöfen geplant, realisiert wurden zwei.
Es arbeiteten etwa 50 bis 60 Personen in der Fabrik. Soweit heute noch feststellbar, herrschte unter den Arbeitern ein häufiger Wechsel. Zum Teil wurden Leute aus dem Ort angelernt, Facharbeiter kamen aber hauptsächlich aus bekannten Produktionsorten für Porzellan wie Selb, Marktredwitz, Meißen u.a.


Mitte Mai 1924 wurde das Werk an C. und E. Carstens verpachtet, später verkauft. Die Zevener Porzellanfabrik wurde nun zu einem Teil des Carstens-Konzerns, der in den Zeiten seiner größten Ausdehnung 17 Steingut- und Porzellanfabriken unterhielt. Er zeigte die Produkte seiner Firmen u.a. bei der Leipziger Messe, in einem Musterlager in Berlin und bei seinem Amerikavertreter John P. Stumm in New York, 170 Avenue.
… Die Porzellanfabrik litt unter Liquiditätsschwierigkeiten, die nach Aussagen ehemaliger Mitarbeiter dazu führten, daß Arbeiter in Porzellan statt Geld abgefunden wurden. Am 23. September 1927 brannte das Hauptgebäude der Porzellanfabrik vollständig ab. Pläne zum Wiederaufbau wurden durch den Tod des Inhabers Christian Carstens am 24. Juni 1929 und die Weltwirtschaftskrise vereitelt.

Eine genauere Beschreibung der Formen und Dekors sowie eine Stilzuordnung und weitere Informationen über das Fabrikgebäude und vieles mehr finden Sie in „De Sood“ Nr. 35, Dezember 1997.


 

 


Appetithappen Nr. 5 aus „De Sood" Nr. 35


Die Zevener Straße „Am Markt“

1997 erforschte Walter Borchers die Geschichte der 4 Häuser in dieser Straße:
… „Am Markt 4“ (alte Zevener Hausnummer: 106)
Schon vor 1700 läßt sich für dieses Grundstück als Besitzer ein Mitglied der alteingesessenen Sippe Brütt nachweisen. … Catharina Brütt heiratete 1803 als Erbtochter Johann Rathje aus Uesen bei Achim. Von 1803 bis 1864 waren die Rathjes Inhaber der Gastwirtschaft, mit der auch eine Bäckerei verbunden war; sie gab der angrenzenden Straße ihren Namen. 1864 heiratete die Erbtochter Anna Sophia Meta Rathje August Weidenhöfer aus Achim. Von 1864 bis 1916 heiß die Gaststätte „Weidenhöfers Hotel Drei Kronen“.
Der nächste Besitzer hieß Heinrich Stuhlmacher. … Die Einrichtung bestand aus Worpsweder Möbeln. An den Wänden hingen zu Tellerborden umgebaute Vorderwände alter Truhen, auf denen alte Telle ausgestellt waren.

Wie genau Stuhlmachers Hotel eingerichtet war und welche weiteren Nutzungen das Grundstück erfuhr, sowie eine Beschreibung der Grundstücke Am Markt 1 bis 3 finden Sie in „De Sood“ Nr. 35, Dezember 1997.

Fotos zur Verfügung gestellt von: Angelika Müller

 


Appetithappen Nr. 4 aus „De Sood" Nr. 1


Landwirtschaft um 1900


(c) morgenweb.de


Ludwig Schleip aus Bremervörde sprach im März 1965 mehrmals mit Hinrich Metscher aus Augustendorf. Herr Metscher hatte sein ganzes Leben lang in Mehedorf gewohnt und auf dem väterlichen Hof gearbeitet. Hier Auszüge aus den Aufzeichnungen, die sich vor allem mit der Zeit um 1900 beschäftigen:

„Mein Hof ist 16 ha groß. Er ist einer der 40 Moorbauernhöfe unsere Gemeinde und einer der vielen hundert hier im ehemaligen Teufelsmoor bei Bremen. Unsere Gemeinde wurde 1829 gegründet.

Die Vorflut dieses großen Gebietes bildet der Oste-Hammekanal. In ihn münden alle Seitenkanäle, von denen einer entlang unserer Dorfstraße läuft. Rechts und links der Straße und des Kanals liegen unsere Höfe, und jeder Hof hat seine 16 ha Land in einem 160 m breiten Streifen dahinter liegen. Das Land ist tischeben. Jeder Hof hat seinen eigenen Feldweg, welcher der Länge nach von unseren Hofgebäuden anfangend mitten hindurch führt.

Unser Viehbestand setzte sich zusammen aus 4 bis 5 Kühen, die je bis 9 Zentner wogen, und 3 Jungtieren. 4 bis 5 Schweine mästeten wir im Laufe des Jahres. 2 davon schlachteten wir, wenn sie 450 Pfund wogen. Wir brauchten vor allem Speck, denn die Butter brachten wir in Gnarrenburg zum Verkauf.

Wichtig ist, daß das Rindvieh das ganze Jahr im Stall blieb. Im Sommer mähten wir Gras mit der Sense, packten es in Körbe und fuhren diese mit der Schubkarre nach Hause. Im Winter fütterten wir Heu, Rüben und Stroh. Die Schubkarre war übrigens ein wichtiges Gerät. Zum Beispiel konnten wir den Stallmist mit dem Wagen nur bis an den Feldrand fahren. Von dort mußte er mit der Schubkarre breit gefahren werden. War der Boden auch dazu noch zu weich, wickelten wir die Strohseile im das Karrenrad, damit es eine breitere Auflage bekam.

Unser Ackerwagen hatte damals zwei Räder und das Pferd ging in der Schere. Damit ließ sich leichter drehen als mit dem vierrädrigen Wagen. Der Wagen hatte breite Räder, die gute Auflage boten. Diese breiten Wagen haben auch heute noch unsere Ackerwagen.“ . . .

Weitere Informationen zur Bewirtschaftung des Hofes, zur Ernte, zu Dünger und vielem mehr finden Sie in „De Sood“ Nr. 1, Januar 1966.

 

 


Appetithappen Nr. 3 aus „De Sood" aus Nr. 1

Der Kreis Bremervörde in den Sachsenkriegen


(c) westfaelische-geschichte.de (hier nur nördliche Hälfte); heutige Orte ergänzt: Bremen, Hamburg und Zeven


Angelus Gerken trug seine Erkenntnisse über die Sachsenkriege in unserer Gegend zusammen.
Hier einige Auszüge:
„Der Kreis Bremervörde [hat] in den Sachsenkriegen Karls des Großen eine weit bedeutsamere Rolle gespielt, als man bislang annahm. Ob der fränkische Herrscher vor 780 das Gebiet, die Gaue Wigmodi, Waldsati, Hostinga und Rosogabi, betreten hat, bleibt zweifelhaft, wenn auch die heroische Sage von der Schlacht auf der Wullen- oder Wunnenheide bei Wilstedt dies voraussetzt. Mit einiger Sicherheit darf jedoch angenommen werden, daß 785, als der 780 nach Echternach bei Trier geflohene Willehad die Bekehrung Wigmodiens wieder aufnahm und angeblich das Patrozinium des heiligen Gunderich von dort nach Oerel brachte und den Ort zu einem heimischen Missionszentrum erhob, dieses nur unter dem Schutze fränkischer Truppen geschehen sein kann.


Wann Karl der Große vermutlich in unsere Gegend kam, an welchen Orten seine Truppen Zugang fanden, welche Folgen dies für die Christianisierung und die Geschichte des fränkischen Reiches hatte und vieles mehr finden Sie in „De Sood“ Nr. 1, Januar 1966.

 

 


Appetithappen Nr. 2 aus „De Sood" Nr. 43

Alte Straßennamen in Zeven

(c) wikipedia

2005 trug Hermine Albers die Geschichte und Bedeutung vieler Zevener Straßennamen zusammen:
… Am 25. Februar 1903 hat der Fleckensvorsteher H. Lühmann in das Protokollbuch der Gemeinde Zeven geschrieben: „...wurde beschlossen, für die Straßen im Orte besondere Namen festzusetzen und durch Anbringung von Straßenschildern zu kennzeichnen. Die betreffs der Benennung der Straßen von den Mitgliedern Weidenhöfer, Roose und Lange schriftlich eingereichten Vorschläge, wurden mit nur unbedeutenden Abänderungen acceptirt, und die vorbenannten Mitglieder, mit der weiteren Ausführung beauftragt.“

Doch mindestens fünfzig Jahre vorher wurden schon Straßennamen benutzt. In den Gemeindeprotokollen wurden diese Straßen sehr lange mit dem Zusatz „s.g.“ (für: so genannte) versehen, also z.B.: s.g. Kattrepel. Und wenn man die nicht gerade gut lesbaren Protokolle des Fleckens Zevens durchblättert, findet man eine Reihe heute noch vertrauter Namen, wie zum Beispiel: Stader Landstraße (1858), Bünte und Offenser Weg, die Worth (1859), Bremervörde-Rotenburger Chaussee, zum Sande, Eberhorst, Alleestraße (1862), Oldendorfer Weg oder Stieg (1864), Stade-Zevener Landstraße (1865), Klosterbrücke (1873), Kattrepel-Straße (1875), Mittelteich, Mückenburg (1876), Marktplatz (1877), Kuappen (Quabben), erste Mückenburgstraße (1879, später Molkereistraße – und es soll eine zweite Mückenburgstraße gegeben haben), Kastanienallee, Herrenbrümmer (1887), Hüttenkoppel (1889), bei der Molkerei (1893), Hohe Luft, Am Godenstedter Berge, bei den Meyerhöfen (1897), Klostersteg (1898), hinter der Ahe (1899), Mehdeböken (1901), an der Wiersdorfer Chaussee, an der Heeslinger Chaussee (1902), Worthstraße (1903), Meyerstraße, Poststraße, Lange Straße, Bahnhofstraße (1905).

Und so hat sich die Benennung von Straßen (mit einer ganzen Reihe von Umbenennungen) bis heute weiter entwickelt. Die Straßen mit einem historischen Bezug sind einschließlich ihrer Änderungen in der folgenden Aufstellung alphabetisch geordnet:
Am Bruch: beim Herrenbruch – Flurname und Holzung
An der Bünte: Flurname, zu dem gehört auch Büntemoor
Auf dem Praun: Flurname (auf alten Karten: Auf dem Draun/Drauen)
Gartenstraße: vorher Wiersdorfer Straße und/oder Wiersdorfer Chaussee, mehrere Familien im Zevener Ortszentrum hatten hier ihre Obst- und Gemüsegärten
Jakobstal: nach den drei Stellbesitzern Jacob Dankers, Jacob Schlüsing und Jacob Thölken
Kanalstraße: nach dem Hansa-Kanal, der zwischen den beiden Weltkriegen geplant wurde
Otto-Bahrenburg-Weg: Auf seinen Ländereien wurde 1965 die Carl-Friedrich-Gauß-Schule gebaut, damals Hauptschule und Realschule, heute nur noch Realschule.

Woher andere Straßennamen kommen, z.B. die Bäckerstraße oder Poststraße, welche anderen Namen viele Straßen trugen und vieles mehr finden Sie in „De Sood“ Nr. 43, Dezember 2005.

 

 


Appetithappen Nr. 1
aus „De Sood“ Nr. 53

Ausgrabungen in Zeven 2015

von Jens Zschiesche, Zeven
In den letzten Jahrzehnten nahm die Gefahr der Zerstörung nicht nur archäologischen Materials, sondern ganzer Landschaften erheblich zu. Wenn Baumaßnahmen in einem Gebiet stattfinden, in dem sich menschliche Eingriffe in den Boden als sichtbare Spuren erhalten haben, können sie diese Spuren unwiederbringlich vernichten. Daher untersucht auch die Kreisarchäologie Rotenburg/Wümme solche sensiblen Bereiche entweder baubegleitend oder schon im Vorfeld von Baumaßnahmen. So kam es ab dem 11. Mai dieses Jahres zu einer Notgrabung auf einem großen Grundstück an der Straße „Zur Reege“ in Zeven. Erste Nachforschungen durch die Kreisarchäologie sprachen dort für die Notwendigkeit einer Grabung vor Baubeginn. Eine Aufgabe der Kreisarchäologie ist die Durchführung archäologischer Ausgrabungen und deren wissenschaftliche Auswertung. Da in diesem Fall jedoch nur ein Zeitfenster von einigen Wochen zur Verfügung stand ...

Weiter geht es in De Sood Nr. 53. Ein umfangreicher "offizieller" Grabungsbericht liegt derzeit noch nicht vor. Diese Fotos stellen eine Ergänzung zum Bericht dar, der nur zwei kleine Fotos in schwarzweiß enthält.

Artikelfoto Grabungen Foto J. Zschiesche Artikelfoto Keller mit Feldsteinmauer Foto Dr. St. Hesse Grabungen in Zeven Foto J. Zschiesche für De Sood Homepage (1) Grabungen in Zeven Foto J. Zschiesche für De Sood Homepage (2)
Grabungen in Zeven Foto J. Zschiesche für De Sood Homepage (3) Grabungen in Zeven Foto J. Zschiesche für De Sood Homepage (4) Grabungen in Zeven Foto J. Zschiesche für De Sood Homepage (5) Grabungen in Zeven Foto J. Zschiesche für De Sood Homepage (6)
Grabungen in Zeven Foto J. Zschiesche für De Sood Homepage (7) Grabungen in Zeven Foto J. Zschiesche für De Sood Homepage (8) Grabungen in Zeven Foto J. Zschiesche für De Sood Homepage (9) Keller mit Feldsteinmauer Foto Dr. St. Hesse

Foto 1, 3-11: Zschiesche Foto 2 + 12 Dr. Hesse