De Sood Nr. 53 vorgestellt
Heimatbund: Hella Albers entlastet ihren Vater in der Schriftleitung

SELSINGEN. Bei seiner Adventsfeier in Selsingen stellte der Heimatbund Bremervörde-Zeven die 53. Ausgabe seiner Jahresmitteilungen „De Sood" vor. Zum 23. Mal fungierte Ewald Albers aus Zeven als Schriftleiter, in diesem Jahr offiziell das erste Mal zusammen mit seiner Tochter Hella Albers. Auf den 64 Seiten der Vereinszeitschrift befinden sich insgesamt 24 heimatkundliche Beiträge von 16 Autoren.

Den ersten Beitrag lieferte Gnarrenburgs früherer Bürgermeister Ernst Bayer zur Gründung der jungen Siedlung Kuhstedtermoor. Mit dem Raum Zeven beschäftigten sich gleich mehrere Autoren. Dr. Walter Borchers setzte die Beschreibung Zevener Straßen mit der Alten Poststraße und der Schmiedestraße fort. Wolfgang Millert begab sich auf die Spuren von Dr. Karl Jacob. Jens Zschiesche beobachtete 2015 die Ausgrabungen an der Straße Zur Reege in Zeven. Luise Del Testa beschrieb das neue Stelenfeld auf dem Denkmalplatz an der Bäckerstraße. Hermine Albers erkundete, dass 1865 mit der ersten Beerdigung der Zevener Friedhof an der Kirchhofsallee geweiht wurde. Und sie befasste sich mit der Geschichte des Heimatbundes. Aufgearbeitet wurde aus den Erinnerungen des ehemaligen Taubstummenlehrers Hinrich Roose dessen Bericht über den Zevener Turnverein um 1865. Heinrich Pape aus Wistedt-Hofkoh erinnerte sich an die Tücken des Holzgastreckers, weil im Zweiten Weltkrieg kein Dieselöl zur Verfügung stand. Der Wistedter Heinrich Fricke ist mit zwei Beiträgen vertreten: Einmal beschreibt er, wie er zum Abfassen seiner Hofchronik kam; zum anderen berichtet er darüber, wie Feinde von 1945 (im Kampf um Wistedt) 1985 (beim Wiedersehen in Wistedt) zu Freunden wurden.
Ewald Albers beschreibt die Auswirkungen der Wistedter Gemeinheitsteilung von 1836 auf die einzelnen Höfe. Daneben befasst er sich in weiteren Beiträgen einmal mit Bemühungen des Amtes gegen Saufen, Schwelgen, Spielen, Tanzen (Schwerpunkt Zeven), das andere Mal mit Völlerei und Trunksucht bei Familienfesten, vor allem bei Taufen (Schwerpunkt Heeslingen).
Hermann Poppe beschreibt die Zeit der Erfolgsgeschichte in der Molkerei Wilstedt. Erich Sievert aus Tarmstedt steuert zum Inhalt gleich zwei plattdeutsche Geschichten bei: "Wollt wi tuschen?" und "Dat spökt".
Neuling ist Heinrich Krankenberg mit seiner Familiengeschichte „Von Hipstedt nach Australien." Rolf Kalkstein schreibt in seinen Beiträgen zum Kreisjugendtreffen 1914 auf dem Paßberg bei Basdahl und der damaligen Umgebung.
Vereinszeitschrift mit 24 heimatkundlichen
Beiträgen von
16 Autoren

Dieter Borchers aus Oldendorf hat einige Vorfahren im Raum Anderlingen. Dadurch entstanden seine bei
den Beiträge über zehn Jahre Kulturverein Anderlingen und zur komplizierten Übergabe des Hofes Pape in Bokel bei Plönjeshausen im Jahr 1783.
Der ehemalige niederländische Lehrer Ruud Witte ist seit 2014 Vorsitzender des Heimatbundes und er wohnt in Wistedt bei Zeven. Er gab den Jahresrückblick auf das Geschehen im Heimatbund Bremervörde-Zeven. In seinem zweiten Beitrag schildert er 43 Jahre niederländische Gemeinschaft in Zeven, Selsingen und umzu von 1963 - 2006.
Die 16 Autoren haben wieder die vielen Informationen zur Geschichte unseres engeren Raumes zusammengetragen, so dass es sich lohnt, den neuen „De Sood" zu erwerben.
Heimatbund-Mitglieder erhalten die neue Ausgabe im Rahmen ihrer Mitgliedschaft kostenlos zugeschickt. Alle anderen Interessenten können ihn ab Montag für fünf Euro in der Buchhandlung Lesezeichen in Zeven (Lange Straße 36 - 38) oder beim Schriftleiter Ewald Albers erwerben.
Ewald Albers hat auch alle bisher erschienenen 52 Ausgaben von De Sood (als Original oder als Kopie) vorrätig. (AL)
Sonntagsjournal 06.12.2015