Neue "De Sood" - Ausgabe
Jahresschrift mit 19 Beiträgen zur Heimatgeschichte


Der Zevener Jürgen Behn (links) kümmert sich neben den Schriftleitern Hella und Ewald Albers
darum, dass in jedem Jahr ein neuer "De Sood" gedruckt werden kann.
(Foto: K. Behn)

VON EWALD ALBERS
SELSINGEN. Anlässlich der Adventsfeier in Selsingen stellte der Heimatbund Bremervörde-Zeven die neueste Ausgabe seiner 64 Seiten starken Jahresschrift „De Sood" vor. Auch die 54. Ausgabe ist der Heimatkunde und der Heimatgeschichte gewidmet. 16 verschiedene Autoren haben in ihren 19 Beiträgen recht unterschiedliche Informationen gesammelt und aufgeschrieben. Die beiden Schriftleiter Hella und Ewald Albers waren darüber erfreut, dass sich die Aufsätze auf das gesamte frühere Kreisgebiet Bremervörde verteilten.

Als Titelbild wählten die beiden Schriftleiter eine Eichenreihe in Badenstedt. Ewald Albers schreibt dazu, dass die Eichenbestände bei vielen Höfen auf die schwedische Holzordnung von 1692 zurückgehen. Jens Zschiesche beschreibt den Fortgang der Ausgrabungen am Zevener Stadtrand. Dr. Walter Borchers setzt seine Reihe zu den Zevener Straßen fort - jetzt mit der Altbremer Straße. Luise Del Testa geht einer Spendenaktion im Ersten Weltkrieg nach: Schlagt Nägel ein. Nach seinen schriftlichen Erinnerungen freute sich der 1851 in Zeven geborene Schlachtersohn Joachim Hinrich Friedrich Roose, dass er Lehrer werden durfte. Ruud Witte befasst sich mit dem Biotop Honigmoor in Zeven-Aspe. Heinrich Pape besuchte einen ehemaligen Kriegsgefangenen im früheren Jugoslawien.

Hermann Poppe freut sich über altes Werkzeug für den Heimatverein Wilstedt. Erich Sievert erfuhr (plattdeutsch) etwas über einen Spökenkieker. Wolfgang Millert schreibt über die Rhader Heimatstube und den früheren Bürgermeister Hans Gerdes. Ernst Bayer befasst sich mit dem Schwimmbad (Waldbad) in Gnarrenburg. Rolf Kalkstein informierte sich über das Gut Frelsdorfermühlen. Hermine Albers war vielen Linden im früheren Kreis Bremervörde auf der Spur. Katharine Dücker erlebte mit anderen jungen Leuten den Fierobend nach dem letzten Weltkrieg plattdeutsch mit.

Heinrich Krankenberg hatte vier Schwestern aus Australien zu Besuch. Dieter Borchers ging das Schicksal seines Verwandten Hermann Thee aus Rhadereistedt zu Herzen. Ewald Albers beschreibt, wie die Familie Tobaben aus Langenhausen die Auswanderung nach Nordamerika vorbereitete. Er hat auch entdeckt, dass zwei Brüder aus Eisdorf in der Zeit Napoleons aus der französischen Armee desertierten. In der Börde Elsdörf rekonstruierte er außerdem eine ungewöhnlich lange Heiratskette, in der innerhalb von 93 Jahren zwölf Personen nacheinander ehelich miteinander verbunden wurden. Bei den Heimatbund-Mitteilungen gibt Ruud Witte den Jahresbericht, Hella Albers schreibt über die Einladungen zu den Veranstaltungen, Ewald Albers nennt langjährige Mitglieder, erläutert das Thema Mitgliedschaft und Jahresbeitrag und weist auf die bisherigen Ausgaben von De Sood hin, die alle bei ihm vorrätig sind. Die neue Ausgabe von De Sood ist in den Buchhandlungen Lesezeichen (Zeven) oder Ehlen (Sittensen) sowie beim Schriftleiter Ewald Albers zu erwerben. ----------------------------------------- ------------------------------------------------------------------------ Sonntagsjournal 4.12.2016