Film-Nachmittag im November

Zwei Filme von Günther Wiese
1. Naturreservat Truppenpübungsplatz
2. Uhu, Turmfalke, Eisvogel


Unerwartete Vielfalt auf dem Übungsplatz

Heimatbund Bremervörde-Zeven sieht in Selsingen zwei Naturfilme von Günther Wiese

Heimatbund-Vorsitzender Ruud Witte (rechts) heißt Günther Wiese
bei dem Treffen in Selsingen willkommen. (Foto: Behn)

SELSINGEN. Vor mehr als 50 Interessierten des Heimatbundes Bremervörde-Zeven zeigte Günther Wiese aus Heeslingen am Sonntag im „Selsinger Hof" zwei seiner Naturfilme.
Der erste trägt den Titel „Naturreservat Truppenübungsplatz - Leben zwischen Bomben und Panzern". Die Aufnahmen zeigten eine unerwartete Vielfalt an Flora und Fauna. Das sei eigentlich ein Widerspruch, denn wo Panzer das Gelände durchpflügen, bliebe nur noch eine öde Fläche. Jedoch sei das Areal oft
menschenleer, und die Natur finde Nischen zum Leben und Überleben. Dies gelte nicht nur für Tiere, sondern auch für Pflanzen. So entstünden neue Biotope.


Der Brachvogel, eine der Aufnahmen von Günther Wiese. Foto: Wiese

Mit schier endloser Geduld hatte Günther Wiese gedreht. Was man in einer Minute des Films sieht, kostete oft mehrere Stunden des Wartens. Im zweiten Film sahen die Zuschauer jeweils in fünf Minuten Uhu, Eisvogel und Turmfalke. Alle Aufnahmen stammen aus der hiesigen Umgebung, dargestellt mit Humor. www.brv-zev.de (ZZ 14.11.2018)

 


1. Naturreservat Truppenübungsplatz - Leben zwischen Bomben und Panzern

Naturparadiese in einem Truppenübungsplatz in der Lüneburger Heide kann man sich kaum vorstellen.
Flora und Fauna, die sogar in Naturschutzgebieten gefährdet sind,
sind in den militärischen Übungsgebieten anzutreffen.
Viele Tier- und Pflanzenarten finden hier noch Lebensbedingungen,
so z. B. Birkwild, Brachvogel, Kranich, Eisvogel, Seeadler, Fuchs, Reh
und Hirsch sowie seltene Pflanzenarten.
Hier hat eine Landschaft überlebt, die eigentlich schon nicht mehr in unsere Zeit gehört.
Unter Ausschluss der Öffentlichkeit gedeiht überall die Natur.

2. Uhu - Eisvogel - Turmfalke - drei Kurzfilme

 



Beim Uhu handelt sich um einen flüggen Jungvogel, der in der Kiesgrube in Oldendorf aufgewachsen ist.
Der Uhu ist nachtaktiv, deshalb ist der Altvogel nur einmal zu sehen.

Der Eisvogel ist ein Spezialist. Als geschickter Stoßtaucher stürzt er ins Wasser und fängt kleine Fische und Wasserinsekten. Es ist faszinierend mit anzusehen, wenn der Eisvogel blitzschnell ins Wasser stürzt und mit einem Fisch zurückfliegt. Auf dem Sitzplatz schlägt er die Beute tot und verschluckt sie. Trägt er den Fisch mit Kopf nach außen, dann ist sicher, dass er seine Junge füttert.

Der Turmfalke gehört zu den häufigsten Greifvogelarten. Die Filmaufnahmen erstrecken sich über den Zeitraum während der Jungenaufzucht. Nach vier Wochen sind die Jungvögel flügge und machen die ersten Flugversuche.

Fotos: G. Wiese