Sütterlinschrift, Kirchturmbrand und Lager Seedorf

Ausgabe 63 „De Sood“ des Heimatbundes Bremervörde-Zeven mit 18 Beiträgen

Von Wolfgang Millert

ZEVEN. In der 63. Ausgabe „De Sood“ des Heimatbundes Bremervörde-Zeven geben auf 64 Seiten unterschiedliche Autoren mit historischen Begebenheiten einen guten Einblick in die wechselvolle Geschichte der näheren Umgebung unseres Landkreises.

Wenn Hella Dohrmann hinterfragt, ob jemand den Text der aktuellen Sood-Titelseite lesen kann, gibt sie neben einem Einblick in die Sittenser Ahnenforschergruppe auch in die Geheimnisse der einst gebräuchlichen Sütterlinschrift.

In einem weiteren Artikel beleuchten Dohrmann und Günter Bassen die Neuordnung der Hausnummern in den Dörfern bis zur heutigen Zeit.

Den Sittenser Kirchturmbrand von 1907 beschreibt Esther Meyer-Biemold. Selbst die Glocken und die Uhr der St.-Dionysius-Kirche wurden ein Raub der verheerenden Flammen.

Die dritte „Stolpersteinaktion“ begleitet Luise Del Testa, indem sie das Schicksal einiger jüdischer Zevener Familien nachzeichnet. Namen u. a. Wolff, Blumert, Schnackenberg finden Erwähnung.

Wie der amerikanischer Soldat James Albert Mankie im Dezember 1944 bei Anderlingen abgeschossen wird, sowie sein weiteres Schicksal belegen die Aufzeichnungen des Jagdfliegers.

Das ehemalige Marine-Ausbildungslager Seedorf und die spätere Verwendung der Baracken beleuchtet Wolfgang Millert. Der weiß in einem weiteren Artikel über den Verbleib des Bildes vom Maler Anton Stumper „Hochsitz im Nullmoor“ zu berichten

Dieter Borchers fand in den Aufzeichnungen des Wistedter Vollhöfners Johann Eckhoff die schwierigen Bedingungen der Bauern in der Nachkriegszeit.

Plattdeutsch wird es mit „Mien erste lange Büx“ von Inge Refinger, „Wie höört doch tohoop“ von H.-H. Kahrs und „De Holtgastrecker“ von Willi Tödter. Er beschreibt auch den umtriebigen Künstler Tetjus Tügel, der seine letzte Ruhe in Oese fand.

Weitere Erläuterungen finden sich über ausgestorbenes Handwerk, Betrachtungen übers Dreschen, Torftransport, das „Telefon und die Rente“ sowie der Bericht über einen Ferienspaß im Zevener Museum.

„De Sood“ Nr. 63 ist ab Montag, 8. Dezember an den bekannten Vorverkaufsstellen (z.B. im Kundencenter der „Bremervörder Zeitung“ sowie bei „Papier-Ehlen“ in Sittensen) für sieben Euro zu bekommen. Schriftleiterin Hella Dohrmann hält zudem auch alle vorherigen Ausgaben bereit.