Tister Bauernmoor und Totholz

Ohrel. Mitglieder und Gäste des Heimatbunds Bremervörde-Zeven freuten sich am Sonntag (29. März) sehr, einen besonderen Vortrag des Naturfilmers und -kenners Günther Wiese aus Heeslingen zu genießen.

Nach der Kaffeetafel ging es direkt in die Natur: Das 1200 ha große Tister Bauernmoor ist Rückzugsort für viele Tierarten. Keine öffentliche Wege führen durch das Moor. Ein Naturweg, die historische Lorenbahn und ein Aussichtsturm geben Besuchern aber viele Möglichkeiten, das Moor zu entdecken. Für Günther Wiese, seit 1956 Naturfilmer, ist das Hobby der Jugend zur intensiven Leidenschaft geworden, und so zeigte er viele Tierarten, die dem Wanderer schnell entgehen. „Nur der wissende Beobachter entdeckt die Kleinigkeiten am Wegesrand“, so der Naturfilmer.

Anschließend hieß es „Nun gehen wir in den Wald“: Der Heeslinger zeigte seinen Film über totes Holz und alte Bäume. Früher wurden kranke Bäume gefällt und dem Wald entnommen. Heute zeigt sich, dass abgestorbene umgestürzte Bäume Grundlage für das Leben vieler Tierarten sind.

Nach einem kurzweiligen Nachmittag mit vielen neuen Eindrücken wies die 1. Vorsitzende Hella Dohrmann auf die nächste Veranstaltung des Heimatbunds hin: Am 31. Mai referiert Dr. Henning Müller über den Aufstieg des Nationalsozialismus im Elbe-Weser-Raum.